Wettbewerbsaufgabe

Am 10. November 2011 fasste der Deutsche Bundestag den Beschluss, einen »Gedenkort für die Opfer der NS-›Euthanasie‹-Morde« zu errichten (Drucksache 17/5493). Standort soll das historischen Areal »Tiergartenstraße 4« sein.

An den Planungen sind die »Stiftung Topographie des Terrors«, die Stiftung »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« und der »Runde Tisch T 4« beteiligt.

Aufgabe des Wettbewerbs

Bei der Planung und Umsetzung des Gedenkortes soll

  • der historische Ort sichtbar gemacht,
  • über den Ort, die Opfer, das Verbrechen und die Täter aufgeklärt und informiert
  • sowie auf bereits bestehende Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in den Ländern und in Europa verwiesen werden.

Über die nationalsozialistischen Krankenmorde, Zwangssterilisationen und andere damit zusammenhängende Verbrechen soll am historischen Ort informiert werden. In künstlerisch zeitgenössischer Form soll ein würdiger Gedenkort entstehen.

Im Rahmen der Neugestaltung des Berliner Kulturforums steht für den Gedenk- und Informationsort der heute unbebaute Teil des Grundstücks Tiergartenstraße 4 zur Verfügung. Das Areal befindet sich nördlich der Berliner Philharmonie.

Realisierungssumme

Für die die Planung und den Bau (Realisierung) des Gedenk- und Informationsortes stehen 500.000,00 Euro (brutto) zur Verfügung. Diese Mittel stellt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bereit.

Bewerberprofil

Im ersten Schritt werden Bewerberinnen und Bewerber zur Teilnahme am Gestaltungswettbewerb gesucht. Sie sollen Erfahrung mit der Planung und Umsetzung vergleichbarer Projekte im zeitgenössischen Gedenkkontext haben.

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